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Die Entstehung der Schützenvereine

Die Entstehung der Schützenvereine in unserer Heimat ist nicht genau bekannt. In den ländlichen Bereichen sind die Schützenvereine sicherlich aus einem Nachbarschaftsverhältnis mit dem Ziel entstanden, sein Hab und Gut gegen Feinde selbst zu verteidigen. Da es zu jenen Zeiten noch keine stehenden Heere gab, war es erforderlich, sich im Gebrauch einer Feuerwaffe zu üben.

Nach Aufstellung von Söldnereinheiten verloren die Schützengesellschaften immer mehr an Bedeutung. Ihre Tradition blieb jedoch bestehen und findet in der Abhaltung von Schützenfesten noch heute ihre Fortsetzung.

Bis zum Jahr 1680 haben sogar Zwangsmaßregeln bestanden, jährlich das Schützenfest abzuhalten. So ordnete auch der Reichsfürst und Bischof von Osnabrück Franz Wilhelm, Graf von Wartenburg, nach dem 30jährigen Krieg an: "Damit Untertanen im Schießen erprobt bleiben und Sitte und Brauch der Väter wieder zu Ehren komme, muß in jedem Dorf alljährlich zwischen Ostern und Jakobi (25. Juli) ein Herrenvogel oder ein freier Vogel geschossen werden.

Die Veranstaltung soll an einem Werktag sein, vom Anfang der Sonne bis zum Untergang. Jeder Boll- und Halberbe, jeder Erb- und Markkotten muß bei Vermeidung einer Strafe mit einem Gewehr erscheinen. Die Vogelstange muß 80-100 Fuß lang sein. Der Vogel ist aus zähem Holz, möglichst aus Wurzeln, anzufertigen.

Zum Beginn des Schießens wird der silberne Vogel, den der vorjährige König an einer Halskette getragen, unten an die Stange gehängt. In bestimmter Ordnung hat dann jeder Schütze zu schießen. Niemals dürfen zwei gleichzeitig einen Schuß abgeben. Wer die Krone des Vogels von der Stange schießt, ist Schützenkönig.

Er wird mit dem silbernen Vogel geschmückt. Als Lohn für seine Tat ist er im folgendem Jahr frei von persönlichen Leistungen in der Gemeinde (Wachdienst, Wolfsjagen). Ist der Vogel bis zum Sonnenuntergang nicht abgeschossen, sind als Strafe zwei Fuder Hafer (etwa 20 Zentner) zu entrichten.

Damit auch der Frohsinn zu seinem Rechte komme, ist ein Umtrunk nicht verwehrt. Auf 20 Personen darf jedoch nicht mehr als eine Tonne Bier kommen, und dem König sollen keine Kosten entstehen.

Vom Vogt ist darauf zu achten, daß keiner Zank oder Kibbelei anfängt. Nötigenfalls wird er am Strafgericht gebührend dafür bestraft. Eine große Mahlzeit soll bei der Veranstaltung nicht stattfinden. Fremde Personen sind möglichst nicht einzuladen. Niemals darf ein Ortsfremder nach dem Vogel schießen."

Wenn wir diese Anordnung mit unserem Schützenfest und unserer Satzung von heute vergleichen, so können wir feststellen, daß Sitte und Brauch unserer Väter teilweise noch heute nach 375 Jahren bestehen.

Aus der Vereinsgeschichte

Schriftliche Aufzeichnungen über die Gründung unseres Vereines sind nicht vorhanden. Nur die älteste Plakette - ein Vogel an der Königskette mit der Inschrift: Johan Schotte 1624 - beweist, daß es schon im 30jährigen Krieg in Lohne einen Schützenkönig gab.

Diesen silbernen Vogel mußte der König zur damaligen Zeit an einer Halskette tragen, aus der dann später die Königskette entstand. Gerade diese alte Königskette mit dem silbernen Schildern gibt ein Zeugnis des heimischen Brauchtums in vergangen Jahrhunderten wieder und ist darüber hinaus ein Stück Familiengeschichte.